BONSAI ART AWARD für Jürg Stäheli (CH)

19. Noelanders Trophy 2018

In der Ausstellungshalle wurde den einzelnen Exponaten viel Platz auf den Tischen eingeräumt, so dass die Beisteller nicht zu dicht an die Bäume gerückt werden mussten und jeder Baum für sich schön zur Geltung kam. Es herrschte eine große Vielfalt an verschiedenen Baumarten, sowohl asiatische als auch europäische, und es gab eine große Bandbreite an unterschiedlichsten Formen und Größen der Bäume.

Die Ausstellung. Schauen, freuen, diskutieren …
Die Ausstellung. Schauen, freuen, diskutieren …

Da in diesem Jahr kein spezieller Shohin-Wettbewerb stattfand, waren nur wenige Shohin-Displays zu sehen, aber eine Reihe schöner Kifu-Präsentationen, die um den Preis in dieser Größenklasse bis ca. 40 cm konkurrierten.

Die Qualität der Bonsai war wieder auf einem sehr hohen Niveau, auch wenn einige sonst regelmäßig vertretene europäische Bonsai-Größen, deren Bäume in der Vergangenheit stets Anwärter auf die Hauptpreise waren, in diesem Jahr keine Bonsai nach Belgien gebracht hatten. Man sah dafür einige interessante, noch unbekannte Bäume von neuen Ausstellern.

Einige wenige Bonsai mit gutem Potenzial wurden für meine Begriffe zu früh präsentiert, da sie in frisch gestaltetem Zustand voller Draht und mit extrem reduzierten Nadeln noch keinen natürlichen und ausstellungsreifen Eindruck machten. Bei einzelnen Bäumen waren frei liegende Befestigungsdrähte im Wurzelbereich zu sehen, die man besser entfernt oder mit Moos verdeckt hätte. Während die Wahl der Schalen und Tische in den meisten Fällen gut oder wenigstens akzeptabel war, waren jedoch einige Beistellpflanzen unreif, ungepflegt, überladen oder jahreszeitlich, thematisch oder von der Größe her nicht passend.

Ein üppig blühendes großes Alpenveilchen, die gewöhnliche Zwergrose vom Blumenhändler oder die frisch eingetopfte blühende Azalee aus der Gärtnerei fielen besonders aus dem Rahmen und waren für solch eine bedeutende Ausstellung doch etwas lieblos gewählt. Ein kleiner Kritikpunkt, mit dem wir uns erneut an Aussteller richten, die ihre guten Bäume mit passendem Beisteller durchaus hätten aufwerten können.

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